Lexikon

Dekantieren | Depot | Rütteln |

Dekantieren

Umfüllen des Weins in eine geeignete Dekantierkaraffe. Das Dekantieren geschieht aus zwei Gründen: Ältere Weine werden dekantiert, um sie von dem am Flaschenboden abgesetzten Depot, Farbstoffen und eventuell Weinstein) zu trennen.

Jungen Weinen wird durch das Dekantieren Sauerstoff zugeführt. Die einsetzenden Oxidationsvorgänge bringen Körper und Bouquet des Weines zur Entfaltung.

Vorsicht beim Dekantieren älterer Weine! Zuviel Luftkontakt kann dem Wein schaden.

Depot

Gemisch aus Stoffen, die bei der Weinbereitung und Reifung des Weines ausfallen: In einem frühen Stadium sind dies tote Hefezellen, Teile des Fruchtfleischs, der Traubenschalen und Kerne.

In einem späteren Stadium besteht das Depot aus Weinstein und bei Rotweinen aus Phenolen sowie aus Substanzen, die zur Klärung oder Filtration des Weins eingesetzt wurden. Diese lagern sich bei der Reifung des Weines in der Flasche ab.

Das Depot in der Flasche ist kein Weinfehler. Dennoch bemühen sich die Winzer, durch Klärung, Stabilisierung oder Filtration für längere Zeit von Depot freizuhalten.

Rütteln

Auch Remuage genannt. Der bei der Herstellung von Champagner und anderen flaschenvergorenen Sekten gebräuchliche Rüttelvorgang, mit welcher das Hefedepot der in den Regalen gelagerten Flaschen durch regelmäßiges und vorsichtiges Drehen und Rütteln langsam und stetig bis zum Flaschenhals hinter den Korken befördert wird. Dies erfolgt entweder manuell oder heute zunehmend maschinell. Nachdem sich das Depot abgesetzt hat, wird es beim Degorgieren entfernt.

Rüttelpult im Weingut Schleicher

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