Neuer Vorstand für den VDP Nahe

25.04.2016 - Frank Schönleber wird Nachfolger von Armin Diel

Im Rahmen einer ordentlichen Mitgliederversammlung wählten die Mitglieder der Prädikatsweingüter der Nahe Frank Schönleber einstimmig zu ihrem neuen Vorsitzenden. Ihm zur Seite stehen Georg Rumpf als Stellvertreter, Caroline Diel als Beisitzer und Ti

m Rahmen einer kleinen Feierstunde in der Nahe-Vinothek im Dienheimer Hof stellte Armin Diel, der nach 23 Jahren Vorsitz nicht mehr kandidierte, die neue Führungsmannschaft vor. Als Diel im Jahr 1993 den Vorsitz der Prädikatsweingüter von Egbert Graf von Plettenberg übernahm, wurde die Nahe aufgrund der Sortenvielfalt weithin als Probierstübchen der deutschen Weinlande betrachtet, allenfalls wegen seiner Rieslinge als Geheimtipp bezeichnet.

Heute zählt das 4.300 Hektar große Anbaugebiet nach Auffassung aller Kritiker zu den Premiumregionen des Landes. In den vergangenen acht Jahren gewann sechsmal ein VDP-Riesling von der Nahe den begehrten Riesling-Cup des Magazins Feinschmecker, bei dem über 300 Weine von einer internationalen Fachjury blind verkostet werden. Sam Hofschuster, Chefverkoster des Internet-Weinführers Wein-Plus, ist begeistert davon, dass auf den verschiedenartigen Gesteinsböden der Nahe überall ein VDP-Erzeuger sitzt, der dieses Terroir auf das Vorzüglichste in Spitzenweine umzusetzen versteht. Drei VDP-Betriebe von der Nahe kürte der Weinführer Gault-Millau in den letzten Jahren zu Deutschlands Winzer des Jahres. Auch Gerhard Eichelmann, Herausgeber des Weinführers „Deutschlands Weine“ bescheinigt der Naheregion einen erstaunlichen Aufschwung und billigt den besten trockenen Rieslingen das Prädikat „Weltklasse“ zu. Schließlich zählt der amerikanische Weinguru Robert Parker vier VDP-Betriebe der Nahe (von insgesamt nur neunzehn deutschen Weingütern) zur Weltelite.

Maßgeblich für diesen Paradigmenwechsel war die zielstrebige Verbandstätigkeit des VDP-Nahe unter der Führung von Armin Diel und seinem Stellvertreter Helmut Dönnhoff. Im Jahr 1995 legten sie eine historische Lagenkarte aus dem Jahr 1901 neu auf, worin die Weinberge der Nahe in drei Kategorien eingeteilt waren. Diese Karte diente gewissermaßen als Blaupause für das Lagenstatut des VDP-Nahe aus dem Jahr 1997 und machte so die Entwicklung der letzten Jahre (2003 Einführung des Großen Gewächses, 2008 Festlegung sog. "Geschmackskorridore", 2012 VDP.Große-Lagen, 2014 VDP.Erste-Lagen) erst möglich.

April 2016, VDP Nahe, www.vdp.de

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