Franken

  • Rebfläche: 6.063 ha
  • Weisswein: 80,0 %
  • Rotwein: 20,0 %

Das Land des Bocksbeutels. Die traditionelle Flaschenform ist bereits seit dem späten Mittelalter bezeugt. Auch wenn sie zwischenzeitlich ein schweres Imageproblem hatte: die Qualitätsoffensiven der fränkischen Winzer haben auch die charakteristische Flasche wieder ins Gespräch gebracht. Heute ist sie ein echtes Markenzeichen des bayerischen Anbaugebietes und steht für hochwertigen Frankenwein. Das sah auch die EU so und erlaubte in der Ende 2007 veröffentlichten Weinmarktreform die weitere Verwendung.

Ein großer Teil der fränkischen Weinbauflächen erstreckt sich entlang des Mains und ist geprägt von einem ausgeprägten Kontinentalklima. Die Weinberge liegen vor allem an südlichen Uferhängen. Das Maindreieck um Würzburg bildet das Zentrum des fränkischen Weinbaus. Hier dominieren Muschelkalkböden. Das unterfränkische Mainviereck reicht von Aschaffenburg bis hin zur Taubermündung. Hier werden auf ursteinzeitlichen Verwitterungsböden und Buntsandstein zunehmend auch Rotweine angebaut. Ausgezeichnete Ergebnisse liefern hier Früh- und Spätburgunder. Der dritte Bereich ist der Steigerwald rund um Iphofen, Castell und Wiesenbronn, geprägt von wärmespeicherndem Keuper.

Eine starke Position haben die fränkischen Winzergenossenschaften, die nach wie vor rund die Hälfte des Weines vermarkten. Verstärkt aber macht eine junge engagierte Winzergeneration von sich reden, die mit modernen leichten Frankenweinen der Region ein neues Image gibt.

Ob traditionell oder modern – immer gilt die Sorgfalt der fränkischen Winzer besonders den Weißweinen, die hier am Main über 80 % Marktanteil haben. Silvaner und Müller-Thurgau (der seit einigen Jahren ein furioses Comeback feiert) und Riesling sind die wichtigsten weißen Reben.

Die besten fränkischen Lagen:

Mainviereck:

  • Bürgstadter Centgrafenberg,
  • Homburger Kalmuth,
  • Klingenberger Schlossberg

Maindreieck:

  • Escherndorfer Lump,
  • Randersackerer Pfülben,
  • Würzburger Stein

Steigerwald:

  • Castell Schlossberg,
  • Iphöfer Julius-Echter-Berg

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