Die berühmteste Rotweintraube ist inzwischen in so gut wie allen Anbaugebieten der Alten und Neuen Welt verbreitet und heute die mesitverbreitete Rebsorte überhaupt. Dabei trat sie erst Ende des 18. Jahrhunderts mit der Entstehung der großen Weingüter in den Weinbergen von Bordeaux stärker in Erscheinung.

In Deutschland wurde Cabernet Sauvignon erstmals Mitte der 1980er Jahre angebaut. Im Pfälzer Weingut Heinrich Vollmer pflanzte man die Sorte, ob wohl sie noch nicht offiziell zugelassen war. Der Winzer wurde angezeigt und kam 1987 vor Gericht. Zunächst drohte ihm eine hohe Strafe und er sollte alle Rebstöcke vernichten. In zweiter Instanz fiel das Urteil gnädiger aus und Vollmer musste nur pro Weinstock eine symbolische Strafe zahlen. Dieser Prozess aber führte schließlich dazu, dass die Rebsorte Cabernet Sauvignon ab sofort Deutschland zumindest im Versuchanbau zugelassen war. So entstand im Weingut Vollmer in Zusammenarbeit mit der Forschungsanstalt Geisenheim die erste deutsche Versuchsanlage für den Anbau der weltweit beliebten Sorte. Erst seit 2002 ist die Sorte durch das Bundessortenamt offiziell zugelassen.

Cabernet Sauvignon unterscheidet sich von allen anderen verbreiteten Weinreben durch seine hohe Konzentration an Phenolen. Dadurch bringt er Weine mit tiefer Farbe und sehr langer Haltbarkeit hervor. Er reift spät und benötigt beste Lagen. Seine Struktur ermöglicht es dem Cabernet Sauvignon, die Besonderheiten des Jahrgangs, der Weinbereitungs- und Anbautechniken sowie des Terroir zum Ausdruck zu bringen.

Herkunft: Dank DNA-Analyse konnte 1997 der Nachweis erbracht werden, dass Cabernet-Sauvignon eine Kreuzung aus Cabernet Franc und Sauvignon Blanc ist.

Farbe: ziegel- bis schwarzrot; Aromen: grüner Paprika, Teer, Kaffee, Tabak. Die komplexen Aromen entwickeln sich häufig erst nach langer Lagerung. Geschmack: feinrassige bis kräftige Säure, sehr gehaltvoll. Essen: Braten von Rind und Wild, Kurzgebratenes dunkles Fleisch, Grillfleisch, Hartkäse.

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