Diese Rotwein-Rebsorte stammt urspünglich aus Österreich (erste Nachweise im 18. Jahrhundert), in Deutschland ist Blaufränkisch unter der Bezeichnung Lemberger (selterner auch Limberger) bekannt.   Es handelt sich um eine Kreuzung aus Blauer Zimmettraube und Weißem Heunisch und wird auch gerne in der Rebzucht als Kreuzungspartner eingesetzt. So ist er “Vater” einiger namhafter Rebsorten, zum Beispiel:

In Österreich wird Blaufränkisch vorallem im Burgenland und in Niederösterreich angebaut, Aktuell sind ingesamt gut 3.000 ha im Anbau. Das macht ihn zur zweitwichtigsten Rebsorte des Landes (nach dem Zweigelt). In Deutschland gibt es derzeit knapp 1.900 ha Lemberger, die meisten davon im traditionellen Lembergerland Württemberg. Gerade mal 6 ha stehen in Franken – dort aber darf seit Sommer 2000 die Rebsorte sogar wieder als Blaufränkisch vermarktet werden.

Schon gewusst?

In Ungarn heißt der Blaufränkisch Kékfrankos unnd wird vorallem am Neusiedlersee, Plattensee und in Villány angebaut. Er ist auch Bestandteil des Erlauer Stierbluts (egir bikavér)

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