früher auch Qualitätswein mit Prädikat, die höchste Qualitätsstufe bei Weinen. Obere Stufe des deutschen Qualitätsweins im Unterschied Qualitätswein (früher Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete QbA). Grundlage: Deutsches Weingesetz (WeinG 1994).

Innerhalb der Prädikatsweine wird zwischen

unterschieden. Für alle Prädikate gelten folgende Auflagen:

  • Die Trauben müssen alle aus einem einzigen Bereich stammen (ausgenommen sind die Trauben zur Herstellung der Süßreserve);
  • Die Weinbereitung muss in einem deutschen Anbaugebiet erfolgen. Sie darf nur mit zugelassenen Rebsorten von zugelassenen Rebflächen erfolgen
  • Chaptalisation (zusetzen von Zucker vor der Gärung) ist nicht erlaubt.
  • Erlaubt ist die Erhöhung der Restsüße nach der Gärung. Diese erfolgt mit Traubenmost mindestens gleicher Qualitätsstufe. Dadurch ergeben sich Geschmacksrichtungen von halbtrocken bis lieblich;
  • Der festgelegte natürliche Mindestalkoholgehalt (Mindestmostgewicht) muss erreicht werden;
  • Prädikatsweine dürfen innerhalb eines Bereiches eines Weinanbaugebietes verschnitten werden. Die Verschnittweine müssen ebenfalls den natürlichen Mindestalkohol aufweisen;
  • Der Wein darf nicht mit Eichenholzstücken behandelt worden sein;
  • Der Wein darf erst ab 1. März des Folgejahres abgefüllt und verkauft werden;
  • Der Wein muss einer amtlichen Qualitätsweinprüfung unterzogen werden. Die Amtliche Prüfungsnummer (AP-Nr.) dokumentiert die bestandene Prüfung und muss auf dem Etikett vermerkt werden.

Im Unterschied zu anderen Weinbauländern wie Frankreich steht Deutschland mit der Klassifikation ausschließlich nach Zuckergehalt (Öchsle) und ohne eine gesetzliche Lagenklassifikation erst am Anfang einer allgemein anerkannten Klassifikation der Weinbergslagen. Terroir- und Lagenkonzepte setzt der VDP mit seiner viergliedrigen Qualitätsabstufung um (Grosse Lage, Erste Lage, Ortswein, Gutswein)

 

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